Römerbergwerk Meurin nahe Kretz © Klaus Wendt

Besuch des Römerbergwerk Meurin

01.08.2018

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Mitten in der „Bimsgegend“ zwischen Kruft und Plaidt, nahe am Dorf Kretz, liegt das „Römerbergwerk Meurin“ das der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Cochem-Zell, besuchte.

© Klaus Wendt

Schon in den 1950er Jahren wurde unter einer Humusschicht von etwa einem Meter und einer Bimsschicht von rund fünf Metern ein mehrere Meter starke Tuff-Schicht entdeckt, entstanden beim Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor etwa 13.000 Jahren. In der Tuff-Schicht fand man Öffnungen und Stufen die in große Stollen hinab führten. Dort hatten römische Legionäre und sicher auch Sklaven im „Untertagebau“ die für den Bau von Häusern, Palästen, Heiligtümern, Grabstätten leicht bearbeitbaren Tuff in großen Blöcken abgebaut. Die römischen Ingenieure sorgten dafür, dass eine genügend starke „Bodenplatte“ aus Tuff auf dem weichen Untergrund stehen blieb, ebenso wie eine etwa fünfzig Zentimeter starker „Deckenplatte“. Man ließ in kurzen Abständen „Stützsäulen“ stehen um so die von Bims und Humus bedeckte Tuffschicht stabil zu halten.

Im Jahr 1998 startete die Freilegung der Stollenanlage unter Leitung des Amtes für Vor- und Frühgeschichte Koblenz. Ein Teil der Stollen war beim Abbau der Bimsschicht eingestürzt, Größere Teile der Stellenanlage blieben erhalten und zeigen den Besuchern anschaulich wie zur Römerzeit in reiner Handarbeit das wertvolle Baumaterial gewonnen wurde. Um die wertvolle Anlage vor Klimaeinflüssen zu schützen wurde diese von einer riesigen Stahlhalle überdacht. Das Römerbergwerk Meurin ist heute Teil des Vulkanparks Eifel mit Sehenswürdigkeiten wie der Geysir in Andernach, die Terra Vulcania Mayen, Lava-Dome und Lavakeller in Mendig. Im Außengelände des Römerbergwerks sind zahlreiche Funde ausgestellt aber auch Rekonstruktionen eines römischen Krans mit Flaschenzug, Steinmetzwerkstätten mit Modellen von römischen Steinsägen, einer „Drehbank“ für Steinsäulen, verschiedene Arten von Getreide- und Ölmühlen, Modelle von römischen Heizanlagen. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen.
Informationen erhält man bei der Vulkanpark GmbH Plaidt, 02632 98 75 0, oder www.vulkanschule.de.

Ein Bericht von
Gerhard Schommers
RV Cochem-Zell

Schatzmeister

Rudolf Conrads

Bankkaufmann, Dipl.-Betriebswirt, Dipl.-Volkswirt

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  • Schatzmeister im Freundeskreis der Burg Stahlberg e.V.
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rudolf.conrads(at)rheinischer-verein.org