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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen


Die Jahresversammlung 2018 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz fand vom 22. bis 24. Juni in der Abtei Rolduc statt, einer bedeutenden Abtei in Kerkrade in den heutigen Niederlanden


„Europäisches Kulturerbe, Grenzen überwindend“ Jahrestagung 2018 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in der Abtei Rolduc (Kerkrade, Niederlande)
Die Jahresversammlung 2018 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz fand vom 22. bis 24. Juni in der Abtei Rolduc statt, einer bedeutenden Abtei in Kerkrade in den heutigen Niederlanden. Durch Jahrhunderte ist an ihr gebaut, restauriert, umgebaut worden, und durch die immerwährende Transformation wurde sie kulturell geschützt. Die Kirche mit ihrer qualitätvollen Ausmalung aus dem 19. Jahrhundert bot den festlichen Rahmen der Veranstaltung. Die Tagung dokumentierte einige der Ziele und Perspektiven des Vereins: Heutige territoriale Grenzen hat er niemals als die unveränderlichen Grenzen seines kulturellen Engagements verstanden und dies im Europäischen Kulturerbejahr 2018 mit der Wahl Rolducs als Versammlungsort und mit dem Motto der Festversammlung „Europäisches Kulturerbe, Grenzen überwindend“ zum Ausdruck gebracht. Zu der öffentlichen Versammlung begrüßt der Vorsitzende des Vereins, der frühere NRW-Landesminister Prof. Dr. Christoph Zöpel, namhafte Redner: Gouverneur Theo Bovens, Kommissar des Königs für die Provinz Limburg, und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, betonten beide die Wichtigkeit von Denkmalpflege und Landschaftsschutz, von bürgerschaftlichem Engagement und von grenzübergreifender Zusammenarbeit. Heutige oft zufällige politische Grenzen verlaufen durch Kultur- und Landschaftsräume, die über Jahrhunderte als Einheit entstanden sind. Dass der Austausch schon im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit entscheidender Faktor für das Entstehen des europäischen Kulturraums war, machte Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris von der Ludwig-Maximilians-Universität München im Hauptvortrag eindrucksvoll deutlich, teils auch in der lange für Europa grenzübergreifend verbindlichen Sprache: Latein. Unter den Gästen waren Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbands Rheinlands, Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Milena Karabaic, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege, die Vorstandsmitglieder des Rheinischen Vereins Prof. Dr. Matthias Müller, Dr. Ulrich Stevens und Rolfjosef Hamacher, der Bürgermeister der deutschen Nachbargemeinde Herzogenrath Christoph von den Driesch, der frühere RVDL-Vorsitzende Landrat a.D. Frithjof Kühn, der frühere NRW-Landesminister und Ehrenpräsident der NRW-Stiftung Harry K. Voigtsberger sowie zahlreiche Mitglieder aus den 13 Regionalverbänden und den Gremien des Rheinischen Vereins in der ganzen Preußischen Rheinprovinz. Der niederländische Heimatbund Bond Heemschut wurde durch Ton Gijsbers vertreten. Die Brassband aus dem belgischen Willebroek gestaltete den musikalischen Rahmen, u.a. mit Beethovens „Ode an die Freude“, der Europahymne.



Neujahrsempfang des Rheinischen Vereins im Landesmuseum Mainz

Am 7. Februar 2018 feierte der Rheinische Verein seinen zweiten Neujahrsempfang, zu dem er ins Landesmuseum Mainz eingeladen hatte.

Der Vorsitzende Prof. Dr. Zöpel und der Stellv. Vorsitzende Prof. Dr. Müller betonten die Bedeutung von bürgergesellschaftlichem Engagement für die Erhaltung und Vermittlung von Denkmälern. Der Ausgleich zwischen den Interessen sei nicht leicht, und es bestehe immer die Gefahr, dass kulturelles Erbe – beispielsweise die Kuranlagen in Bad Neuenahr – in akute Gefahr geraten. Ein Grußwort sprach der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Hessen, Dr. Harzenetter. Auch in seinem Bundesland sei der Rheinische Verein aktiv und geschätzt.


Mainz

Prof. Dr. Christoph Zöpel, Vors. des RVDL, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes RLP, Prof. Dr. Matthias Müller, stellv. Vors. des RVDL, Foto: RVDL/David Klammer

Minister Prof. Dr. Konrad Wolf dankte für aktive Vereinsarbeit in Rheinland-Pfalz. Er würdigte besonders auch das Europäische Kulturerbejahr 2018 und hob das Thema Welterbe Mittelrheintal hervor. Gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP und der Entwicklungsagentur RLP plant der Rheinische Verein für Herbst 2018 eine Tagung zum Thema.

Das Thema Kulturerbejahr hatte die Festrednerin, Dr. Britta Hentschel, für ihren Beitrag über die Zeitschichten der europäischen Stadt aufgegriffen. Sie führte mit ihrem Vortrag nach Rom und ließ manche interessante Parallele zu Mainz aufscheinen.

Das Ensemble Favole Musicali gestaltete den musikalischen Rahmen. Bei Imbiss und Getränken gab es langen und angeregten Austausch.


Neujahrsempfang auf Schloss Benrath

Mit 150 Gästen feierte der Rheinische Verein seinen Neujahrsempfang auf Schloss Benrath. In ihren Ansprachen betonten der Vorsitzende Prof. Dr. Christoph Zöpel und die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW, Ina Scharrenbach, die Bedeutung von Denkmälern für Heimat und die Rolle des Ehrenamts – gerade auch im Europäischen Kulturerbejahr 2018. Der Hausherr, Prof. Dr. Stefan Schweizer, sprach zur Europäischen Gartenkunst, ein Ensemble der Neuen Düsseldorfer Hofmusik gestaltete eine musikalische Europareise. Bei Imbiss und Getränken im Vestibül gab es Gelegenheit zum Austausch.


Kuppelsaal

Kuppelsaal Schloss Benrath, Foto: RVDL/Matthias Jung


Stellungnahme des RVDL zum Thema Grüngürtel / 1. FC Köln

Grüngürtel, Stellungnahme RVDL (PDF, 301 KB)

Grüngürtel Aufruf zur Pedition (PDF, 216 KB)


Der neue Flyer "Die Burgruine Virneburg"

Flyer ... (PDF, 769 KB)


Aussichtsplattform Rabenlay in Oberkassel eröffnet

Von der neuen Aussichtsplattform an der Rabenlay können die Besucher über den Rhein bis zum Heiderhof blicken. 16 Tafeln informieren über den Fund einer steinzeitlichen Doppelbestattung.


Aussichtsplattform Oberkassel

Foto: Benjamin Westhoff

Spektakulärer Blick über das Rheintal

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und zu verschiedenen Themen der Kulturlandschaft. Der für die Region, aber auch für ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund beim Steinbruch am Stingenberg vor der Rabenlay wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar gemacht. Bereits im Juli gab es Überlegungen, im Umfeld der einstigen Fundstelle einen Ort zu schaffen, an dem die herausragende Bedeutung des Fundes in angemessener Weise gewürdigt werden solle. Immerhin zählt die 1914 im Zuge von Steinbrucharbeiten im Bereich der Rabenlay geborgene Doppelbestattung eines Mannes und einer Frau aus der Zeit um 14.000 vor Christus zu den bedeutendsten altsteinzeitlichen Funden Europas. Die Originale werden heute mitsamt der in den letzten Jahren bei der Neubearbeitung gewonnenen Ergebnisse im LVR-Landesmuseum Bonn präsentiert.


Europäischen Tag für Denkmalpflege


Bild

v.l.n.r. Minister Wolf, Christin Theisen (RVDL-Projekt "Stimmen und Stimmungen an der Mosel"), Dr. Martin Bredenbeck (RVDL, Geschäftsführer), Dr. Karl-August Heise (RVDL, Vorsitzender des Regionalverbands Trier), Foto: RVDL

Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, hat am Europäischen Tag für Denkmalpflege am 10. Juni 2018 auch den RVDL-Stand in den Kaiserthermen in Trier besucht. Er informierte sich über die Arbeit des Vereins in Trier und im gesamten Vereinsgebiet, freute sich über das neu erschienenen Heft „Rheinische Kunststätten: Das Staatstheater Mainz“ und kam auch in Kontakt mit der Mitarbeiterin des RVDL-Projektes „Stimmen und Stimmungen an der Mosel“.


Rathaus Mainz

Kunsthistoriker (Matthias Müller und Gregor Wedekind) heben Bedeutung der "republikanischen Burg" hervor und kritisieren die Sanierungspläne

Zeitungsausschnitt (PDF, 214 KB)


Zeitungsausschnitt

AZ 29.11.2017

Brief des RVDL an das Rathaus Mainz (PDF, 263 KB)


Geschäftsstelle

Rheinischer Verein startet mit neuem Vorstand

Der 1906 gegründete Rheinische Verein ist die starke Stimme für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in der früheren Rheinprovinz, vom Niederrhein zum Oberen Mittelrheintal, von Trier bis ins Bergische Land. Gemeinsam mit ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger vertreten wir unsere Ziele gegenüber Politik und Verwaltung und sorgen für eine starke zivilgesellschaftliche Lobby.

Die Mitgliederversammlung des Rheinischen Vereins hat bei ihrer Jahrestagung 2017 im Collegium Albertinum in Bonn vier neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Neuer Vorsitzender ist seit dem 30. Juni 2017 Prof. Dr. Christoph Zöpel. Der von 1980 bis 1990 für den Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen zuständige Minister sieht wichtige Themen des Vereins - auch angesichts der neuen Landesregierung in NRW - v.a. in der Förderpolitik, in der Stärkung des Ehrenamts, in der Vermittlungsarbeit und im gemeinsamen Gestalten des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Stellvertretender Vorsitzender ist Prof. Dr. Matthias Müller, der an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kunstgeschichte lehrt und Mitglied des Landesbeirats für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz ist.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: der Vorsitzende der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW, Mark vom Hofe, der als Journalist beim WDR tätig ist, sowie Dr. Ulrich Stevens, früher Denkmalpfleger am Amt für Denkmalpflege im Rheinland, der einen Schwerpunkt u.a. auf digitale Sicherung und Vermittlung von Denkmalen legt. Dem Vorstand gehören außerdem Landesrätin Milena Karabaic, Kulturdezernentin des LVR, RA Rolfjosef Hamacher als Schatzmeister sowie der Kunsthistoriker Dr. Martin Bredenbeck als Geschäftsführer an.

Der neue Vorstand will sich den vielfältigen Facetten des Vereins - darunter Bau- und Bodendenkmäler, Ehrenamt in der Denkmalpflege und Denkmalvermittlung, junge Denkmale der Nachkriegsmoderne, Landschaftsschutz vor Veränderungen durch Rohstoffabbau und Energiewende, das Kulturerbe der Flusslandschaften von Rhein und Nebenflüssen, archäologische und vorzeitliche Funde und ihre Präsentation - nun mit ganzer Kraft widmen.


Publikationsliste des Bund Heimat und Umwelt zu den Themen Bürgerschaftliches Engagement, Kulturlandschaft, Natur und Umwelt sowie Baukultur und Denkmäler.

BHU Publikationsliste (PDF, 1,51 MB)


Bodendenkmalschutz und Bodendenkmalpflege in Kobern-Gondorf

- Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Bereich des Grabungsschutzgebietes „Gondorf–Römerstraße“
- Berücksichtigung der bodendenkmalpflegerischen Belange

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Prof. Dr. Horn, hat sich in einem Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Kobern-Gondorf gewandt.

Brief RVDL Kobern-Gondorf (PDF, 254 KB)


Kooperation des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mit dem Kölner Zoo zur Wiederherstellung des Südamerikahauses


Der Rheinische Verein wird mit seinem breiten bürgerschaftlichen Engagement die Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo vor allem unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten begleiten.

Die Presseerklärung mit weiteren Informationen finden Sie hier» (PDF, 269 KB)


Scheckübergabe: 250.000 Euro für Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo


Südamerikahaus

Köln, 15. März 2017

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt auf Anregung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. die künftige Sanierung des Historischen Südamerikahauses im Kölner Zoo mit einem Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, übergab heute stellvertretend die schriftliche Förderzusage an die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Mit diesem Betrag kommen wir einen Schritt voran auf dem Weg der Instandsetzung dieses für Köln einzigartigen Gebäudes“, betonten die Zoovorstände.

Das Geld fließt in die grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Südamerikahauses. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig im gesamten Rheinland. Bei der Fassadengestaltung steht der Denkmalschutz im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk für die Innennutzung liegt auf den Themen Besucherattraktivität und Energieeffizienz.

Theo Pagel: „Nach Sanierung und Umbau wollen wir unseren Gästen eine attraktive Regenwaldlandschaft präsentieren, in der sich Affen, Vögel und andere Tiere Mittel- und Südamerikas frei bewegen können.“ Christopher Landsberg: „Wir danken der NRW-Stiftung und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Ohne Partner wie diese wäre die Verwirklichung unserer ehrgeizigen Pläne nur sehr schwer möglich.“

Im Zuge des Jubiläumsjahres „Danke Berlin – 200 Jahre Preußen am Rhein“ hatten der Rheinische Verein und der Kölner Zoo 2015 eine Kooperation vereinbart, um gemeinsam für das bedeutende Kulturerbe der Zoo-Bauten aktiv zu werden.

Das Südamerikahaus zählt neben den Schweizer Blockhäusern, dem Alten Elefantenhaus im maurischen Stil und der klassizistischen Direktorenvilla zu den ältesten Bauten des Kölner Zoos.