Werden Sie gemeinsam mit uns aktiv für Baukultur, Denkmalpflege und Kulturlandschaft!

Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Projekte

Das jahrhundertelange Wirken der Menschen in Nordrhein und Rheinland-Pfalz hat vielfältige Kulturlandschaften hervorgebracht, die von historischen Kulturlandschaftselementen geprägt werden. Zur Arbeit des Rheinischen Vereins gehört es auch, Projekte zu gestalten. Er regt zu einem sensiblen Umgang mit Denkmälern, Orts- und Stadtbildern, Landschaften und Naturräumen an. Der Verein sieht sich hier in einer Doppelrolle: einerseits als Vermittler zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit, sprich den Bürgern, andererseits als Schnittstelle zwischen den Institutionen, Fachämtern und Universitäten.


Stimmen und Stimmungen entlang der Mosel

Cochem/Köln. Mehr als 100 Gäste waren der Einladung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und des Vereins Weltkulturerbe Moseltal gefolgt, sich mit „Stimmen und Stimmungen entlang der Mosel“ zu beschäftigen und aktives Netzwerken für die Weinkulturlandschaft zu betreiben. Im gut gefüllten Kulturzentrum Kapuzinerkloster Cochem fand ein facettenreiches Programm aus Fachvorträgen, Publikumsdiskussion und Abschlusspodium statt, bei dem die Weinkulturlandschaft und die Winzer im Mittelpunkt standen. Im Ergebnis bestand Einigkeit über die herausragenden kulturlandschaftlichen Werte der Moselregion, die in einzigartiger Weise von historischen Ortschaften, Burgen und Weinbau, insbesondere in Steillagen, geprägt ist. Einigkeit herrschte jedoch auch über die zahlreichen Herausforderungen, darunter für die Winzer, den Tourismus und die Infrastruktur. Der regelmäßige Austausch von bestpractice - Beispielen, eine dauerhafte Arbeitsgruppe und ein Masterplan könnten dazu beitragen, die Kulturlandschaft Moseltal landschafts- und denkmalverträglich zu erhalten und zu gestalten, Weinwirtschaft und Tourismus zu stärken und letztlich den Prozess der Anerkennung als Welterbe zu unterstützen. Dafür sind handfeste Probleme wie Infrastruktur und Betriebsnachfolge ebenso zu lösen wie es gilt, eine breite Wertschätzung und gemeinsame Moselidentität, auch grenzübergreifend, zu festigen. (der gesamte Pressetext unter Presse Blick aktuell)

Presse (PDF, 256 KB)

Presse Blick aktuell Moselkonferenz (PDF, 273 KB)


Aussichtsplattform Oberkassel


Plattform

Spektakulärer Blick über das Rheintal

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und zu verschiedenen Themen der Kulturlandschaft. Der für die Region, aber auch für ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund beim Steinbruch am Stingenberg vor der Rabenlay wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar gemacht. Bereits im Juli gab es Überlegungen, im Umfeld der einstigen Fundstelle einen Ort zu schaffen, an dem die herausragende Bedeutung des Fundes in angemessener Weise gewürdigt werden solle. Immerhin zählt die 1914 im Zuge von Steinbrucharbeiten im Bereich der Rabenlay geborgene Doppelbestattung eines Mannes und einer Frau aus der Zeit um 14.000 vor Christus zu den bedeutendsten altsteinzeitlichen Funden Europas. Die Originale werden heute mitsamt der in den letzten Jahren bei der Neubearbeitung gewonnenen Ergebnisse im LVR-Landesmuseum Bonn präsentiert.

Planung und Förderung
Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-Landesmuseum Bonn sowie das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform geplant. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland. Die Realisierung der Plattform lag in den Händen des Ingenieurbüros Miebach, das vor allem im Brückenbau tätig ist und diesmal vornehmlich mit Holz gearbeitet hat.


Sgraffiti


Sgrafitti

Sgraffito Brühl Sternzeichen Siedlungsbau, Foto: Alexander Hess

Sgraffiti (Singular: Sgraffito) sind in den Putz gekratzte reliefartige Fassadenbilder. Diese haben nichts mit den oft illegal aufgesprühten Bildern und Schriftzeichen, den sogenannten Graffiti zu tun. Bei der Technik, die im Italien der Renaissance entstand, werden verschiedenfarbige Putzschichten übereinander aufgetragen und dann der noch feuchte Putz unterschiedlich tief abgekratzt. Die verschiedenen farbigen Ebenen bilden das fertige Gesamtbild. Die leicht abstrahierenden Bilder erlebten in der Nachkriegszeit ihre große Blüte als Kunst am Bau. Durch Bauverordnungen entstanden sie an öffentlichen Gebäuden, wie Kindergärten, Schulen, Theatern, Kultur- und Verwaltungsgebäuden, aber auch an Kirchen sowie an privaten Wohnhäusern und genossenschaftlichen Siedlungsbauten.


Sgrafitti

Sgraffito Köln, Foto: Alexander Hess

Heutzutage verschwinden viele dieser nicht geschützten Objekte der Volkskunst im Zuge von Fassadensanierungen oder durch Abriss der Gebäude. Je mehr dieser Objekte verschwinden, desto größer wird der Kreis derer, die den Wert dieser liebgewordenen Bilder der Kindheit erkennen und diese bewahren wollen. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz begann im Jahre 2018 mit der Erfassung der Sgraffiti in der Region Köln. In einer zweiten Phase folgen die Objekte in den anderen Regionalverbänden.


Beispiele Sgraffiti

Sgraffito
Sgraffito
Sgraffito

Plattform Oberkassel

Aussichtsplattform Oberkassel

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St. Kastor in Karden

Kulturlandschaft Mosel

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Andernach

Weltkulturerbe Mittelrheintal

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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Heisterbacher Tal

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Niederdollendorfer Heisterberg

Niederdollendorfer Heisterberg

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Moers

Niederrhein

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Wipperkotten an der Wupper

Mühlen des Rheins

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Burg Stahlberg

Burg Stahlberg

Übergabe Niederrheincharta

Übergabe Niederrhein-Charta