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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen

Wir bitten Sie, sich für die jeweiligen Veranstaltungen anzumelden, damit wir Sie über mögliche Terminänderungen informieren können.


Freitag, 30. August 2019

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 19.30 Uhr, Karl-Arnold-Haus der Wissenschaften, Palmenstr. 16, 40217 Düsseldorf-Unterbilk
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum

Eine Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLicht- Spaziergänge


Flora-Park, Düsseldorf

Florapark Düsseldorf-Unterbilk, Statue "Adam und Eva", Foto: Frankieboy / Pixabay.com

Gasbeleuchtung in Düsseldorf Unterbilk
Direkt am Florapark, der nach dem in Düsseldorf herrschenden Leitbild der Gartenstadt und der Reformbewegungen der Stadtplanung des ausgehenden 19. Jh. angelegt wurde, steht seit 1960 das Haus der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Das Gebäude wurde vom Düsseldorfer Architekten Hans Schwippert entworfen, dem späteren Rektor der Kunstakademie. Der Rundgang führt durch die abwechslungsreiche Blockstruktur dichter Bebauung des 19. Jh. Die technische Infrastruktur des 19. Jh. bereichert Straßen- und Platzräume.


Sonntag, 8. September 2019

Tag des offenen Denkmals

Hierzu bitte die Lokalpresse verfolgen, sowie www.tag-des-offenen-denkmals.de; und für Düsseldorf: www.duesseldorf.de/denkmalschutz.html


Mittwoch, 11. bis Sonntag, 15. September 2019

Studienfahrt

100 Jahre Bauhaus
Der RVDL nimmt das Jubiläum des Bauhauses 2019 zum Anlass für eine Bauhaus-Exkursion nach Weimar und Dessau. Auf dem Programm stehen die Bauhaus-Universität Weimar, Haus am Horn, Nietzsche-Archiv bzw. Haus Hohe Pappeln, Bauhaus-Gebäude und Meisterhäuser Dessau, Bauhaus-Museum (Eröffnung 8.9.19!), Arbeitsamt, Siedlung Törten und eventuell Kornhaus sowie Aufführung der Festivalbühne TOTAL im Bauhaus. Weitere Ziele sind die Fagus-Werke in Alfeld sowie der Wörlitzer Park.


Wörlitzer Park

Wörlitzer Park, Foto: esiul / Pixabay.com

Voraussichtliche Kosten (Fahrt, Übernachtung/Frühstück, Eintritte, Führungen) für Einzelreisende ca. 500,- €, bei Unterbringung im DZ ca. 430,- € p. P.
Auskunft erteilt Helmut Friedrichs, Tel.: (02131) 5947853;
verbindliche Anmeldung unter E-Mail: sabinefriedrichs@web.de Eine Gemeinschaftsaktion der Regionalverbände Bonn, Köln und Düsseldorf.

Die Studienfahrt soll in Zusammenarbeit mit dem BDA Düsseldorf durchgeführt werden.


Freitag, 27. September 2019

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 19.00 Uhr, St. Ursula, Margaretenstr. 3, 40235 Düsseldorf-Grafenberg
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum

Eine Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLicht- Spaziergänge

Gaslicht in Grafenberger Stadtquartieren
Bei der industriellen Entwicklung im 19. Jh. hatte Grafenberg nur eine untergeordnete Rolle, da die meisten Unternehmen, die mit dem Stadtteil in Verbindung gebracht werden, auf dem Gebiet von Flingern und Düsseltal lagen (z. B. Haniel & Lueg, die Hohenzollernwerke). Die Blockrandbebauungen sind eine qualitätvolle Mischung von Bauten des Historismus, des Jugendstils und der Reformarchitektur. Das technische Element Gasbeleuchtung akzentuiert den öffentlichen Straßenraum der Grafenberger Wohnquartiere. Im Fokus des Rundgangs steht die Symbiose von Stadtraum und Technikdenkmal.


Samstag, 12. Oktober 2019

Parkspaziergang mit Führung
Treffpunkt: 15.00 Uhr, Parkeingang an der Jacobistraße, gegenüber Goethe- Museum (Haltestelle: Schloss Jägerhof, Straßenbahn 707)
Anmeldung: nicht erforderlich
Dauer: ca. 1,5 bis 2 Std.
Führung: Tobias Lauterbach

Kooperation mit der DGGL – Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. und dem Gartenamt des Landeshauptstadt Düsseldorf


Hofgarten

Jägerhofallee im Hofgarten, Lichtinstallation von Stefan Sous, Foto: Lothar Hakelberg, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73925508

Düsseldorfer Hofgarten – Deutschlands erster und ältester öffentlicher Park
1769 bestimmte der für die Ideen der Aufklärung aufgeschlossene Kurfürst Carl Theodor, dass „zur mehreren Verschönerung … des Jagdschlosses bey Pempelford, wie auch zur Lust der Einwohnerschaft … ein angenehmer öffentlicher Spaziergang einzurichten“ sei. Der Düsseldorfer Hofgarten ist damit als eine der ersten öffentlichen Parkanlagen in Deutschland zu bezeichnen. Nach der Zerstörung des Hofgartens durch napoleonische Truppen erfolgten ab 1804 durch Maximilian Friedrich Weyhe der Wiederaufbau sowie die Erweiterung nach Westen im Stil eines Englischen Landschaftsgartens. Charakteristisch sind die weiten Wasserflächen mit abwechslungsreich geformter Uferlinie, sanfte Geländemodellierungen, von Wegen durchzogene Rasen- und Gehölzflächen und malerische Baumgruppen. Zusammen mit dem Spee’schen Graben, dem Ständehauspark und der Königsallee ist der Hofgarten prägend für den Stadtgrundriss und das Stadtbild. Insofern hat die Anlage besondere kultur-, stadt- und gartenkunstgeschichtliche Bedeutung. Seit 1998 steht er als Gartendenkmal unter Schutz. Während der Führung werden anhand von historischen Plänen und Abbildungen die Entwicklung des Hofgartens aufgezeigt, auf die aktuellen Veränderungen im Rahmen des Kö-Bogen-Projektes eingegangen sowie die Planungen zum Wiederaufbau nach dem Orkantief „Ela“ vorgestellt.


Freitag, 25. Oktober 2019

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 18.00 Uhr, Düsseldorf-Heerdt, Alt-Heerdt 1, Kirche St. Benediktus
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum

Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Düsseldorf-Heerdt – im Schein abendlicher Gasbeleuchtung
Die Selbständigkeit der Bürgermeisterei Heerdt mit den zugehörigen Ortschaften Ober- und Niederkassel sowie Lörick endete 1909, als sie von Düsseldorf eingemeindet wurde. Im ältesten der linksrheinischen Stadtteile Düsseldorfs ist das Netz historischer Straßenzüge rund um die Kirche St. Benediktus reichhaltig mit verschiendenen Typen der Düsseldorfer Gaslaternen ausgestattet. Bei dem Rundgang wird die Entwicklung der Gasbeleuchtung erläutert und in die stadtbauhistorische Entwicklung eingebunden.


Samstag, 23. November 2019

Vortrag, Besichtigung, Mitgliederversammlung
Treffpunkt: 10.00 Uhr, Pavillon „Fossa Sanguinis“, Gepaplatz, Neuss-Gnadental
Referent: Dr. Carl Pause
Thema: Archäologische Aspekte zwischen Niedergermanischem Limes und Südwestrand des Auxiliarvicus Novaesium

Treffpunkt: 11.00 Uhr, Konradstr. 35, 41468 Neuss-Gnadental
Referent: Matthias Godde

Die Böhmkirche St. Konrad Der im nächsten Jahr anstehende 100. Geburtstag des Pritzker- Preisträgers Gottfried Böhm sowie das Vorhaben, den niedergermanischen Limes in die Welterbeliste der UNESCO aufzunehmen, veranlassen den Regionalverband, seine Mitglieder und Gäste an einen authentischen Ort einzuladen. 1954 wurde mit dem Bau der von Gottfried Böhm entworfenen Pfarrkirche für den Stadtteil Gnadental begonnen. Sie ist einer der frühen Kirchenbauten im über 70 Sakralbauten umfassenden Oeuvre des genialen rheinischen Baumeisters.


Böhm

Gottfried Böhm 1920 23.01. 2020

Treffpunkt: 12.00 Uhr, Pfarrsaal der Kirchengemeinde St. Konrad
Mitgliederversammlung des Regionalverbandes Die Einladung der Mitglieder des Regionalverbandes erfolgt separat. Anschließend Gelegenheit zum Mittagessen (Selbstzahler) im „Restaurant am Rhein“, Grimmlinghauser Brücke 54, schöne Lage an der Erftmündung, ca. 500 m Entfernung von St. Konrad.
Hinweis: ÖPNV-Haltestelle Neuss, Humboldtstraße (ehemalige Pädagogische Akademie), Buslinien von Neuss Hbf. bzw. ab Neuss Stadthalle: 842, 849, 851 und 852; Haltestelle der Straßenbahnlinie 709, dort auch Parkmöglichkeiten. Zum Gepaplatz ca.150 m Fußweg (Grüner Weg > Konradstraße > Gepaplatz)


Freitag, 29. November 2019

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 18.00 Uhr, Düsseldorf-Mörsenbroich, an der Thomaskirche, Eugen-Richter-Straße 12
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum

Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Düsseldorf-Mörsenbroich – im Schein abendlicher Gasbeleuchtung
Der 4 km von der Innenstadt entfernte Stadtteil ohne Ortsmitte war bis Ende des 19. Jh. ein kaum besiedeltes Wald- und Sumpfgebiet. Heute finden sich im Ortsbild große Grünflächen, mehrgeschossige Wohnbauten in ruhigen Wohngebieten und das höchste Hochhaus der Stadt. Obwohl viele Straßen inzwischen ihre historische Beleuchtung verloren haben, besteht noch eine interessante und straßenbildprägende Mischung der für Düsseldorf typischen Gaslaternen.


Vorstand

Reinhard Lutum
Vorsitzender

Hilmar Czerwinski
Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Rosemarie Vogelsang
Denkmalpflege Meerbusch, Gartendenkmalpflege

Helmut Friedrichs
Veranstaltungen, Exkursionen, Jahresprogramm

Wolfgang Haase
Schriftführer, Landschaftsschutz Kreis Mettmann

Markus Kühl
Landschaftsschutz Kreis Neuss


Kontakt

Reinhard Lutum
Tel. (02132) 96 07 20


Projekte

Hofgarten-Kö-Bogen in Düsseldorf

Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Innenstadtbereiches um den Jan Wellem-Platz. Es erscheint grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen, sowie die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Dass dabei die stadträumlich bedeutenden Baudenkmäler im Planungsbereich sowie dessen Nahbereich und das Gartendenkmal "Hofgarten" nicht ihrer Bedeutung und Wirkung beraubt werden dürfen, sollte selbstverständlich sein.

Das Baudenkmal Hochstraße am Jan-Wellem-Platz ist zu erhalten. Gemäss § 3 Abs. 1 BauGB ist eine alternative Planung in den Grundzügen darzustellen, das ist bislang nicht geschehen. Auch sind die jeweiligen Kosten zumindest für die Verkehrsanlagen (einschl. einer Variante Erhaltung der Hochstraße) zu ermitteln und einander gegenüberzustellen. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte unter Berücksichtigung der hohen Kosten der vorgestellten Planung und ihrer Auswirkungen auf öffentliche Haushalte und auf die städtebauliche und verkehrliche Situation im Innenstadtbereich die Abwägung aller Belange zugunsten alternativer Lösungsvorschläge und der Erhaltung des Tausendfüßlers ausfallen.
Es ist nicht akzeptabel, dass das Verkehrskonzept, als ein wesentlicher Bestandteil der Planung, im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens entschieden wurde und damit die Mitwirkung der Bürger gem. § 3 BauGB eingeschränkt wird, sowie Träger öffentlicher Belange durch städtische "Vorentscheidungen" gebunden werden sollen.

Anregungen

• Der Nord-Süd-Tunnel wird nicht gebaut und das Baudenkmal "Tausendfüßler" bleibt erhalten und wird Instand gesetzt. Des weiteren wird die gestalterisch herausragende und verbindende Wirkung der Hochstraße durch Nutzung, Unterhaltung und Pflege des Baudenkmals ($ 7 DSchGNRW) gewährleistet.

• Der Süd-Nord-Tunnel wird aus dem Hofgartenbereich und soweit zurückgenommen, dass die Zufahrt zum Schauspielhaus und zum Dreischeibenhaus erhalten bleiben kann.

• Die Baufelder 4, 5 und 6 sind in ihrem stadtbau-historischen Kontext einer kritischen Prüfung zu unterziehen. In Süd-Nordrichtung hat die räumliche Wirkung des Baudenkmals Dreischeibenhaus Priorität. Die fussläufige Verbindung vom Corneliusplatz zum Gustav-Gründgens-Platz muss mit dem Freiraum zwischen Kö-Bogen 1. BA und Baudenkmal Schauspielhaus verknüpft und nicht durch Baumasse verstellt werden.

• Baufeld 8 ist am Baudenkmal Johanneskirche (Umgebungsschutz) stadträumlich inakzeptabel.

• Die Selbstbindung der Kommune mit der Satzung zum Schutz des Hofgartens (Ortsrecht 68.101) ist in den vorgestellten Plänen nicht erkennbar. Es wird angeregt, das Gartendenkmal Hofgarten nicht weiter durch neugestaltende Eingriffe zu entwerten. Stattdessen müssen bei "Weyhegerechter", also denkmalgerechter Wiederherstellung an der Hofgartenstrasse Böschungen mit oberhalb verlaufenden Wegen und adäquater Bepflanzung hergerichtet werden. Daher ist bei der weiteren Planung eine enge Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege und dem Fachamt (LVR_Amt für Denkmalpflege im Rheinland) erforderlich. Dies ist auch für die Wahrnehmung und Unterscheidung der historischen von den neu zu schaffenden urbanen Grünelementen erforderlich.

• Die geplanten sog. "Ramblas" als ergänzende urbane Flanier- und Grünelemente sind mit denen in Barcelona nicht vergleichbar. Denn diese bilden eine urbane Achse zwischen dem Hauptplatz von Barcelona und dem alten Hafen, während hier die neue Allee weder einen signifikanten Ausgangs- noch Endpunkt hat. Sie ist eine in der Dimension störende Konkurrenz zu den vorhandenen und behutsam zu ergänzenden historisch gewachsenen Grün- und Freiräumen.

Stellungnahme zu 1. BA vom 02.06.2008
Bebauungsplan Nr. 5477/123, Kö-Bogen, 1. BA

Der Regionalverband Düsseldorf/Mettmann/Neuss des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz gibt zur öffentlichen Entwurfsauslegung gemäߧ 3 (2) Baugesetzbuch -BauGB- folgende Stellungnahme ab:

1. Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Jan Wellem-Platzes. Ebenso erscheint es grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen sowie zu versuchen, die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Leider werden durch den jetzt vorgelegten Planentwurf respektive seine Begründung das Gartendenkmal „Hofgarten" und das Baudenkmal „Tausendfüßler" ihrer denkmalpflegerischen und stadtbildprägenden Bedeutung und Wirkung beraubt; damit zusammenhängende Bodeneingriffe zerstören, nach aktuellem Planungsstand, bedeutende historische Schichten des Stadtgrundrisses.

2. Bedenken und Anregungen

2.1 Maß der baulichen Nutzung

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien der Kerngebiete MK 2 und MK 3 zulässige VI-Geschossigkeit respektive eine Bauhöhe von 62,5 m über NN. Das Gartendenkmal „Hofgarten" würde bei einer Realisierung dieser Bebauung eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung erfahren. Soweit der historische Stadtgrundriss mit ein städtebauliches Gestaltungsziel darstellt, wird die „alte" Raumkante der Hofgartenstraße negativ interpretierend zu Ungunsten des Hofgartens und seiner stadträumlichen Wirkung verschoben. Dies dient ausschließlich der Vermehrung von Bauvolumina. Die Anregung des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege vom 01.12.2006 (Az. 06-15305.do), die stadträumliche und architektonische Gestaltung durch Wettbewerbe zu erreichen, hat durch den aktuellen Planungsstand an Bedeutung gewonnen. Da die Stadt Düsseldorf den internationalen Rang des Plangebietes zwar betont, aber die Grundlage eines „Masterplans" zur Entwicklungssteuerung vermeidet, wird deshalb angeregt, die Geschossigkeit ab den dem Hofgarten zugewandten Baulinien auf eine Tiefe von mindestens 4 m auf mindestens III maximal IV und ab des 4 m-Abstandes auf maximal V und nach weiteren 4 m auf maximal VI bei einer maximalen Bauhöhe wie die des Gebäudes Königsallee Nr. 4 festzusetzen.

2.2 Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Nicht-Festsetzung einer Bauweise. Es würde damit die offene Bauweise gelten, die der städtebaulich gewollten Struktur widerspräche. Es wird daher angeregt, für alle Kerngebiete die geschlossene Bauweise festzusetzen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Aufteilung der oberirdischen überbaubaren Grundstücksflächen für die Kerngebiete MK 2 und MK 3, da sie mit nur zwei Blöcken das Gartendenkmal „Hofgarten" in einer denkmalunverträglichen Weise – zumal in Kombination mit den bislang geplanten maximal zulässigen Gebäudehöhen bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien – „bedrängen" und darüber hinaus eben nicht der in der Begründung angeführten historischen Stadtkante entsprechen. Die Lage der „Lücke" zwischen MK 2 und MK 3 entbehrt jeder städtebaulichen Sinnfälligkeit, eine städtebaulich prägnante Sichtachse wie z. B. in Richtung Johannes-Kirche wird damit nicht gebildet. Es wird daher angeregt, die Gesamtflächen von MK 2 und MK 3 in mindestens drei, besser vier Blöcke aufzuteilen und entsprechend drei oder vier voneinander getrennte oberirdische überbaubare Grundstücksflächen unter Beachtung städtebaulich sinnvoller – nicht zwangsweise historischer – Sichtachsen festzusetzen. Auf die Zulässigkeit von die einzelnen Kerngebiete verbindenden Bauteile ist dabei zu verzichten. Weiterhin bestehen Bedenken gegen Festsetzung von Straßenbegrenzungslinien zur Abgrenzung der Kerngebiete MK 1, MK 4, MK 5, MK 6, MK 7. Es wird nicht erkenntlich, ob und wie die Bebauung dem Straßenraum zugeordnet ist. Es wird daher angeregt, die Straßenbegrenzungslinien durch Baulinien zu ersetzen, da nur so die vorhandenen und künftigen städtebaulich gewollten Straßenräume gewährleistet werden. Die Baulinien sind dann zugleich Straßenbegrenzungslinien.

2.3 Verkehrsflächen

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Richtung Norden aus dem geplanten Tunnel führende Rampe, da hierdurch die bisher die beiden Teile des Hofgartens verbindende – und denkmalpflegerisch vertretbare – so genannte Jägerhof-Passage entfällt. Der Ersatz durch eine weiter südlich geplante oberirdische, d. h. auf Straßenniveau liegende Fuß- und Radwegquerung ist bei der verkehrlichen Bedeutung der Nord-Süd-Achse für alle Verkehrsteilnehmer mehr als unzumutbar.
Es wird daher angeregt, entweder auf die Rampenrespektive Tunnellösung zu verzichten und die Jägerhof-Passage beizubehalten oder den Tunnel weiter nach Norden zu verlängern und die Rampe erst nördlich der kreuzenden Jägerhofstraße anzuordnen – eine niveaugleiche Kreuzung ist nicht erforderlich, was in einem Gesamtverkehrskonzept darstellbar wäre – und dabei die Jägerhof-Passage, weiterhin die Richtungsfahrbahn von Norden nach Süden unterquerend, über den verlängerten Tunnel zu führen.

2.4 Grünflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Inanspruchnahme von Teilen des Hofgartens und seiner derzeitigen Fußgängerpassage zur Ostseite der Königsallee zugunsten einer Tiefgaragenzufahrt für die Kerngebiete MK 2 und MK 3. Weder der Systemschnitt A-A noch sonstige zeichnerische Festsetzungen oder Erläuterungen zeigen, ob die Tiefgaragenzufahrt an dieser Stelle bereits unter dem heutigen Niveau der dortigen Wegeflächen des Hofgartens liegt oder wie der Übergang von der in der Plangrundlage mit „Corneliusplatz" bezeichneten Fläche zum Hofgarten erfolgen soll. Damit wird in das Gartendenkmal eingegriffen ohne eine denkmalverträgliche „Kompensation" aufzuzeigen. Die Eingriffe in das Bodendenkmal sind deutlich in der Stellungnahmen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege vom 20.11.2006 (Az. 333.45-24.1/05-017) dargestellt. Warum der aktuelle Planungsstand die Anregungen wichtiger Träger Öffentlicher Belange ignoriert oder bereits in der Entwurfbegründung versucht zu überwinden, ist der Planoffenlage nicht zu entnehmen. Die umfangreichen Eingriffe in das Bodendenkmal erst bei Planrealisierung bewerten zu wollen ist eine einseitige Risikoverlagerung zuungunsten des archäologischen Kulturgutes. Weder Umweltbericht noch Entwurfsbegründung geben hier plausiblen Aufschluss. Der RVDL empfiehlt dringend, keine Abwägungsdefizite zu riskieren, wenn in der Entwurfsbegründung schon das Abwägungsergebnis, einseitig zugunsten der Planung, vorweggenommen wird.
Es wird deshalb angeregt, in dem dargestellten Bereich Geländeschnitte und/oder entsprechende Nebenzeichnungen mit Festsetzungswirkung in den Bebauungsplan aufzunehmen und diese mit der Denkmalbehörde und den Fachämtern des LVR (Rheinisches Amt für Denkmalpflege und Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) abzustimmen. Generell lässt der aktuelle Planungsstand eine Auseinandersetzung mit den relevanten Details der Bau-, Garten- und Bodendenkmäler vermissen. Die Planung schafft neben unnötigen Zwängen z. B. der unbewältigten Topografie, der offenen Antworten der Düsselspezifika etc., Konfliktpotential.
Dies darf, auch bezogen auf die Bedeutung des Planungsareals, nicht erst nach dem Satzungsbeschluss in anderen Fachplanungen zu bewältigen versucht werden.

2.5 Mit Geh- Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Flächen

Es bestehen Bedenken gegen die Festsetzung von „GF-Flächen" in den Kerngebieten MK 2 und MK 3, da diese im Plan nicht mit „GF" gekennzeichnet sind.
Es wird deshalb angeregt, entsprechend der zeichnerischen Randsignatur die Kennzeichnung „GF" nachzuholen und dies auf die unter 2.2 angeregten drei bis vier Sichtachsen auszudehnen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Festsetzung von „GFL-Flächen" auf Teilen des Hofgartens. Es ist nicht ersichtlich, warum Flächen des Gartendenkmals für insbesondere Leitungsrechte und dazu außerhalb von vorhandenen Wegen neu zur Verfügung gestellt werden sollen. Sollten derartige Rechte bereits bestehen, ist die Festsetzung unnötig, da sie auf die Zukunft („zu belasten", nicht „belastet") gerichtet wäre. Für die Unterhaltung des Gartendenkmals „Hofgarten" sind mit Fahrrechten zu belastende Flächen, die sich allenfalls auf vorhandene Wege beschränken könnten, ebenfalls unnötig, da die in den Bebauungsplan einbezogenen Bereiche als öffentliche Grünfläche festgesetzt sind.
Es wird deshalb angeregt, die Festsetzung von „GFL-Flächen" im Bereich des Hofgartens ersatzlos zu streichen.

2.6 Allgemeines

Es bestehen Bedenken gegen die Schwarz-Weiß-Fassung des Bebauungsplanes.
Es wird deshalb angeregt, den Plan farbig gemäß Planzeichenverordnung 1990 zu erstellen, damit der Planinhalt sowohl für die Entscheidungsträger als auch für die Bürgerschaft verständlich wird.

3. Nachsatz

Der RVDL widerspricht erneut dem in der Gesamtplanung vorgesehenen Abriss des Baudenkmals „Tausendfüßler". Dieses Bauwerk als wichtiger Zeitzeuge einer Verkehrsplanung und einer Gattung von Verkehrsbauten verhindert keinerlei städtebauliche Neuordnung; weder die des Jan Wellem-Platzes noch die des so genannten Kö-Bogens noch die der Schadowstraße. Für keinen dieser Bereiche und schon gar nicht für die nördliche Berliner Allee und das Umfeld der Johannes-Kirche besteht eine Notwendigkeit einer städtebaulichen Neuordnung mit ergänzenden Neubauten, die den Abriss der Hochstraße bedingt.
Der RVDL bittet um Berücksichtigung seiner Anregungen im weiteren Planverfahren und steht für ergänzende und erläuternde Gespräche gern zur Verfügung. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

RVDL, Statement Düsseldorf, Tausendfüssler (PDF, 51 KB)

Stellungnahme_RVDL_08.07.2011 (PDF, 53 KB)

In den Planverfahren KÖ-Bogen wurden von Politik und planender Verwaltung Anregungen eines großen Kreises interessierter Bürger und bürgerschaftlicher Gruppen ignoriert.
Verlierer waren das technische Baudenkmal Tausendfüßler und das Gartendenkmal Hofgarten. Die o.a. Stellungnahmen und Statements sind nur ein kleiner Teilausschnitt zu den Diskussionen um in Düsseldorf KÖ-Bogen/Jan-Wellem-Platz/Hofgarten in Düsseldorf.

Die Inititive „lott stonn“, in der der RVDL mitwirkt, hat in der ersten Jahreshälfte 2015 die umfassende Dokumentation
Der Düsseldorfer Tausendfüßler - Auseinandersetzung mit dem Erhalt der Hochstraße und die Kö-Bogen-Planung herausgeben. Darin enthalten sind Beiträge, weitere Stellungnahmen, Appelle und auch der unbe-antwortet gebliebene Brief des RVDL an den für Städtebau und Denkmalpflege zuständigen Minister. Das Inhaltsverzeichnis gibt eine Übersicht:

Dokumentation lott stonn, Inhaltsverzeichnis (PDF, 0,98 MB)

Hofgarten-Kö-Bogen II in Düsseldorf
Die weitere Entwicklung am Gustaf-Gründgens-Platz

Mit der Bezeichnung Kö-Bogen II planen Stadt, Verwaltung und Investoren weitergehende Verän-derungen im Bereich des Denkmalensembles Hofgarten - Dreischeibenhaus - Schauspielhaus.
Hier die grundlegende Stellungnahme des RVDL-DMN

Stellungnahme des RVDL-DMN,KöBogen II,Gustav-Gründgens-Platz 2014 (PDF, 122 KB)

Die Stellungnahmen im Planverfahren siehe bei "Stellungnahmen"


Stellungnahmen

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB in den Verfahren:

1.) Bebauungsplan Kirchberg Nr. 14 „Ortseingang“
2.) Änderung des Flächennutzungsplans „Gewerbefläche Ortseingang Kirchberg“
3.) Änderung des Flächennutzungsplanes im Stadtteil Kirchberg "Umwandlung von Gewerbefläche in Grünfläche im Süden von Kirchberg"

Stellungnahme (PDF, 60 KB)

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäߧ 3 (1) Baugesetzbuch -BauGB-, im Verfahren Kö-Bogen 2. BA - Änderung Teilbereich südlich Gustaf-Gründgens-Platz (01/007) im Stadtbezirk 01

Anschreiben Landeshauptstadt Düsseldorf (PDF, 423 KB)
Stellungnahme (PDF, 58 KB)