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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen


Samstag, 6. April 2019

Exkursion
Treffpunkt: 10.30 Uhr in Guntersblum vor der Kirche auf dem Marktplatz (Parkmöglichkeit)
Führung: Dieter Krienke M.A.
Kosten: 3,- €
Anmeldung: bis 27. März 2019 bei Dr. Günther Stanzl, Tel.: (06131) 507529, E-Mail: stanzl2002@aol.com, oder bei Hartmut Fischer, Tel.: (06131) 73773, E-Mail: hartmut.fischer@gmx.net

Guntersblum – Entdeckungen in einer rheinhessischen Besonderheit
Zwischen Worms und Oppenheim gelegen, hat sich Guntersblum sein historisches Ortsbild weitgehend bewahren können. Prägend sind vor allem die stolzen Bauten aus der Blütezeit als Residenz derer von Leiningen und stattliche Hofanlagen des Spätklassizismus. Sie werden überragt von einem der ältesten Bauzeugnisse des Ortes, der ev. Pfarrkirche mit den beiden eigenartigen „Heidentürmen“. Auch ein Wohnturm sowie in seinem Kern der Homburger Hof stammen aus dem Mittelalter.
Das Alte und das Neue Schloss bezeugen den außergewöhnlichen Bauwillen der Grafen von Leiningen. Ebenfalls im 18. Jh. entstanden die frühere Synagoge und der gut erhaltene Deutschordenshof. Einen kulturgeschichtlichen Höhepunkt stellt der seit dem späten 16. Jh. bebaute Kellerweg mit seinem Julianenbrunnen dar.
Unter sachkundiger Führung besichtigen wir die ev. Pfarrkirche sowie die ehem. Synagoge, den Homburger Hof und das Alte Schloss, den Deutschordenshof und den ehem. Wohnturm Bleichstr. 7 sowie das Heimatmuseum im einstigen Wohn- und Kelterhaus Kellerweg 20.
Zeit für ein gemeinsames Mittagessen ist eingeplant.


Samstag, 18. Mai 2019

Führung
T
reffpunkt: 14.30 Uhr, Staatstheater Mainz, Haupteingang des Großen Hauses, Gutenbergplatz
Dauer: ca. 2 Std.
Referent: Sascha M. Salzig M.A.
Anmeldung: beim Referenten, E-Mail: saschasalzig@aim.com
Teilnehmer: max. 30 Personen


Staatstheater Mainz

Das Staatstheater in Mainz

Georg Mollers Mainzer Theaterbau von 1833 bis heute
Das 1833 eröffnete Mainzer Stadttheater von Georg Moller, dessen Standort im Stadtgefüge auf eine napoleonische Idee zurückgeht, brach in Deutschland erstmals mit der traditionellen Kastenform von Bühnenbauten. Die römische Theater zitierende halbrunde Vorwölbung des Zuschauerraums in der Fassade zeigte ebenso wie der zu dieser Zeit noch eher seltene Bühnenturm den Zweck des Gebäudes an. Der seinerzeit umstrittene Vorbau von Adolf Gelius, feuerpolizeilich notwendig und aus Komfortgründen gewünscht, interpretierte 1910 Mollers Gestaltung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten neu.
Weitere Umbauten folgten, die z. T. mit starken Überformungen einhergingen, so 1939, 1951, 1977 und 2001. Alle Bauphasen zeigen, welche unterschiedlichen Vorstellungen jeweils zu einem Theater geherrscht haben. Heute sind davon noch viele Spuren ablesbar und belegen die Geschichte dieses für den deutschen Theaterbau wichtigen Gebäudes.


Rathaus Mainz


Zeitungsausschnitt

AZ 27.11.2017

Brief RVDL an Rathaus Mainz (PDF, 263 KB)


Plätzchen-Aktion

Studenten haben eine Initiative „Freunde des Mainzer Rathauses“ gegründet und Plätzchen in Formen von Bauteilen des Rathauses an die Stadtratsmitglieder verteilt.


Plätzchenaktion vor dem Rathaus Mainz

Vorstand

Hartmut Fischer
Vorsitzender

Klaus Bierbaum

Horst Maurer

Adam J. Schmitt

Dr. Günther Stanzl


Kontakt

Klaus Bierbaum
Untere Zahlbacher Straße 21
55131 Mainz
Tel. (06131) 669 25 0 und 0171 75 00 756
E-Mail:

Hartmut Fischer
Rembrandtstraße 56
Tel. (06131) 737 73 und 0151 55 57 33 17
E-Mail:

Adam J. Schmitt
Münzthaler Grund 10
55413 Weiler
Tel. (06721) 99 32 82
E-Mail:

Dr. Günther Stanzl
An den Frankengräbern 13
55129 Mainz
Tel. (06131) 50 75 29
E-Mail:

Horst Maurer
Niehuisweg 2a
55413 Oberdiebach
Tel. 06743 - 2355
E-Mail:


Aktuelles

06. August 2015

Stellungnahme des RVDL, RV Mainz, zu Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm im Bereich der Hohen Wurzel

Stellungnahme des RV Mainz (PDF, 218 KB)

Der Regionalverband Mainz spricht sich gegen den erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss aus

Pressemitteilungen (April 2015)

Hotelstandort unakzeptabel
Als einen „städtebaulichen Jahrhundertfehler“ bezeichnet der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RV) den neuerdings erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss. „Dieser Vorschlag lässt jeglichen Respekt vermissen gegenüber einem so hochrangigen Bauwerk wie der einstigen Kurfürstenresidenz“, meint Dr. Günther Stanzl, denkmalfachlicher Sprecher des RV-Regionalverbandes Mainz. Erschreckend sei auch der Grad an Geschichtsvergessenheit, der darin zum Ausdruck komme: „Die Platzwahl lässt völlig außer Acht, dass Schlossbauten im wahrsten Sinne des Wortes Freiraum brauchen, um ihren ursprünglichen Charakter als bauliche Besonderheit nicht zu verlieren. Ein solcher Freiraum, nämlich das Areal des früheren Schlossgartens, darf nicht ökonomischem Kalkül geopfert werden.“
Nach Ansicht des Rheinischen Vereins könnte es sich bei dem jüngsten Standortvorschlag allerdings auch um ein Ablenkungsmanöver handeln, um „eine Betonierung des Ernst-Ludwig-Platzes“ als das kleinere Übel erscheinen zu lassen.

Die Martinsburg nicht vergessen
Den Überlegungen zu einer Neunutzung des Schloss-Rheinflügels sollte eine umfassende Bauforschung vorausgehen. Ziel muss sein, mehr über die Martinsburg zu erfahren. Zu dieser Forderung sieht sich der Rhei-nische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz nach seiner letzten Veranstaltung im Erthaler Hof veranlasst. Der Historiker Dr. Ralph Melville hatte dort eindrucksvoll dargelegt, wie viel Substanz des Schloss-Vorgängerbaus noch im Rheinflügel sichtbar ist und wo sie vermutet werden darf: „Die Martinsburg-Zeugnisse zu lokalisieren und wieder erkennbar zu machen würde neue Einblicke in die Schlossge-schichte erlauben.“
Dr. Melville präsentierte die einzig erhaltene Darstellung des Burginneren – auch für Fachleute eine Sensation. Am Beispiel des Martinsburg-Fensters im Rheinflügel verdeutlichte er, dass dessen im Laufe seiner sukzessiven Verlängerung eingetretene Verschränkung mit der Martinsburg noch viele Fragen aufwerfe. Der Auszug des Römisch-Germanischen Zentralmuseums biete die Gelegenheit, hierauf Antworten zu finden.
Nach den Ausführungen von Prof. Dr. Matthias Müller auf der gleichen Veranstaltung besitzen Vorgängerbauten von Schlössern grundsätzlich eine für die Herrschaftsgeschichte herausragende Bedeutung. Die Entwicklung einer Residenz barocken Zuschnitts aus den Anfängen einer Burg sei nämlich in Europa keine Ausnahme, sondern, wie das Beispiel Wien zeige, durchaus häufig, erklärte der Kunsthistoriker. Man habe damals bewusst die Vorgängerbauten nicht restlos beseitigt, sondern Teile als wesentliche Bedeutungsträger auch dann erhalten, wenn dies zu baulich-konstruktiven Friktionen zu führen drohte. Just dies gelte auch für die Mainzer Martinsburg. Sie sei über Jahrhunderte von den Erzbischöfen und dem Domkapitel erhalten worden und stünde sicher noch heute, wenn sie Napoleon nicht hätte abreißen lassen. Dr. Melville empfahl, neben dem rheinseitigen Schlossgraben Erkundungs-grabungen durchzuführen: „Vielleicht geben sie Aufschluss über den bisher nur ungenau vorliegenden Grundriss des alten Isenburg-Baus.“

Zeitungsartikel zum Thema:
Artikel vom 16.04.2015_1 (JPG, 422 KB)
Artikel vom 16.04.2015_2 (JPG, 243 KB)
Artikel vom 17.04.2015 (JPG, 140 KB)
Artikel vom 28.04.2015 (JPG, 57 KB)
Karrikatur (JPG, 101 KB)
Artikel vom 15.05.2015 (JPG, 316 KB)

Neues Ludwigsstraßen-Forum und Gesamtkonzept für Gutenbergplatz gefordert

Artikel aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 22.05.2015 (JPG, 399 KB)