Luftaufnahme von Enkirch an der Mosel, unterhalb von Traben-Trarbach © Helmlechner, wikimedia

Von den Sponheimern und vom „Ballichhaisje“ – Exkursion nach Enkirch

10.05.2015

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Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Cochem-Zell, hatte zu einer Dorfführung nach Enkirch eingeladen. Fast vierzig Teilnehmer konnte Dieter Rumpenhorst, Vorsitzender des Regionalverbandes, begrüßen und als äußerst sachkundigen Kenner seiner Heimatgemeinde Enkirch Dieter Georg.

Museum am Strom in Bingen © Silvia Morlock, GDKE

Eine Besiedlung am Ahrings- und Großbach wurde schon durch steinzeitliche Funde nachgewiesen. 733 n. Chr. wird in einer Urkunde über Liegenschaften in „Anchiriacum“, heute Enkirch, berichtet. 1248 stellten die Grafen von Sponheim den Enkirchern eine Freiheitsurkunde aus, mit der die Leibeigenschaft endete und das Marktrecht sowie eine unabhängige Gerichtsbarkeit bestätigt wurde.

Enkirch mit seinen verwinkelten Gassen ist wirklich eine Kostbarkeit. Das bestätigten die Teilnehmer, die – meist steil aufwärts – Dieter Georg durch Enkirch folgten und gespannt seinen Berichten und Geschichten folgten. Das Heimatmuseum in einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1679 mit der darunter liegenden Ratsweinschenke dokumentiert mit unzähligen Exponaten Enkirchs Geschichte. An jeder Ecke des verwinkelten alten Ortskerns findet man neue Überraschungen: den „Drilles“, den „Duckes“ und der evangelischen Kirche vorgelagert das „Ballischhaisje“. Die große Enkircher Kirche mit Platz für über vierhundert Besucher ist in mehreren Epochen entstanden wie die Architektur zeigt. Ein Juwel ist die Stummorgel, die 1761 geweiht wurde. Nachdem die Orgel an der Nordseite der Kirche auf eine Empore gebaut war, fehlte Platz für den Blasebalg, ohne den eine Orgel einfach nicht funktioniert.


Kurzerhand baute man auf mächtige Stützen über dem Seiteneingang einen großen Holzkasten, seit jeher das „Ballichhaisje“ genannt. Das Dorf ist gespickt mit wunderbar erhaltenen Fachwerk- und Steinhäusern, die vom Fleiß und dem Wohlstand der Enkircher Bürger seit Jahrhunderten zeugen. Das älteste noch bewohnte Fachwerkhaus wurde 1523 erbaut.


Nach dem Gang durch die steilen Gassen ging es hinunter in die Sonnenstraße, wo
die Teilnehmer bei Wein und gutem Essen einen erlebnisreichen, schönen Abend ausklingen ließen.

Ein Bericht von
Gerhard Schommers
RV Cochem-Zell

Schatzmeister

Rudolf Conrads

Bankkaufmann, Dipl.-Betriebswirt, Dipl.-Volkswirt

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